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«Es ging nach dem Sieg recht ab»

 

Bei der «Seelust» in Egnach ist die Freude gross. Der ehemalige Restaurationsfachmann-Lehrling David Füger holt den Titel bei der Berufsmeisterschaft. Und seine einstige Oberstiftin Giuliana Cambiotti schafft es ebenfalls in den Final.

Herr Füger, Sie sind der beste Restaurationsfachmann der Schweiz. Wie fühlt sich das an?

David Füger: Sehr gut. Wir haben uns intensiv auf den Wettkampf vorbereitet. Es ist schön, dass dieser Aufwand belohnt worden ist.

Haben Sie gut geschlafen in der Nacht vom Sonntag auf Montag?

Füger: Es geht so. Ich bin recht schnell wach geworden.

Gab es viele Reaktionen auf den ersten Titelgewinn eines Teilnehmers mit Thurgauer Lehrbetrieb?

Füger: Ja. Es begann gleich nach der Siegerehrung. Von der Bühne ging es direkt in einen Mediencorner, wo Fotografen und das Fernsehen auf uns warteten. Erst danach durften wir zurück auf unsere Plätze, wo ich viele Gratulationen entgegennehmen durfte, selbst von hohen Vertretern der Gastrobranche in der Schweiz. Auch auf den sozialen Medien ging es recht ab.

Das Sieger-Gen scheinen Sie im Blut zu haben. Ihr Bruder Raphael gewann bei den Konditoren-Confiseuren.

Füger: Ja, das ist so. Es ist eine Riesensache.

Sie fahren jetzt im nächsten Jahr zusammen nach Brasilien?

Füger: Nein, mein Bruder ist zu alt und muss passen, genau gleich wie der Zweitplazierte.

Wann beginnt die WM-Vorbereitung?

Füger: Es läuft vorerst weiter im Hof Weissbad, wo ich eine Zusatzlehre als Koch angefangen habe. Dann werden wir die Situation zusammen mit dem St. Galler Berufsschullehrer Martin Erlacher besprechen, der ein halbes Jahr mein persönlicher Coach für die WM-Vorbereitung sein wird.

Wie genau sieht das Trainings-Programm für Sie aus?

Füger: Die Details kenne ich noch nicht. Im Vorfeld war die Rede von Praktika in Ascona, Zürich und auch Brasilien.

Wo liegen Ihre Stärken, wo Ihre Schwächen?

Füger: Schwächen habe ich bei der Genauigkeit beim Tischdecken und in der Dekoration, Stärken am Tisch beim Flambieren oder Filettieren und im Kontakt mit den Gästen.

Ist die Welt für Sie nach dem Sieg am Sonntag überhaupt noch die gleiche? Oder anders gefragt: Machen Sie die Kochlehre fertig?

Füger: Ich unterbreche sie sicher, damit ich mich auf die WM vorbereiten kann. Wie es dann weitergeht, wird sich zeigen.

Sie können sich Hoffnungen auf den WM-Titel machen. Die letzten beiden Male siegte der Vertreter der Schweiz mit grossem Abstand auf die Konkurrenz. Träumen Sie bereits von der Goldmedaille?

Füger: Ich geniesse im Moment noch den Schweizer-Meister-Titel. Aber Träumen ist erlaubt. Mein Coach sagt, er wolle dieses Mal den am besten vorbereiteten Kandidaten. Und die beiden letzten von ihm betreuten Teilnehmer holten bereits den Sieg.

 

 

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