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Mörschwils Bäckerdynastie

 

Fabian und Raphael Füger haben die Bäckerei der Eltern übernommen. Die Familie führt das Unternehmen am Dorfplatz mittlerweile in der sechsten Generation.

«Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet es, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends.» Das Bonmot Otto von Bismarcks beschreibt die Problematik des Generationenwechsels in Familienunternehmen. Auf die Bäckerei Füger in Mörschwil trifft es in keiner Weise zu. Schon 1850 backte Jakob Füger im Gasthof Ochsen am Dorfplatz die ersten Brötchen. Nun haben Beda und Helen Füger den Betrieb im Oktober an ihre Söhne Fabian und Raphael übergeben. Somit ist die sechste Generation am Ruder.

Die Familie ist äusserst erfolgreich: David, der jüngste der insgesamt vier Söhne von Beda und Helen, erhielt kürzlich den «Marmite Youngster Award» als bestes Servicetalent der Schweiz. Eine von mehreren Trophäen, die die Fügers in den letzten Jahren nach Hause holten. 2014 gewann David zusammen mit Raphael, der als Konditor-Confiseur antrat, Gold an den SwissSkills. Fabian erhielt 2017 für die neue Filiale «Füger Handmade» in Steinach die Bäckerkrone des Schweizerischen Bäcker- und Confiseurmeisterverbandes.

Zeigen, dass es lebenswert ist

Dass die Kinder in die Fussstapfen der Eltern treten, ist nicht selbstverständlich. Auch bei den Fügers war es das nicht. «Keiner unserer Söhne musste Bäcker werden», sagt Beda Füger. Er selbst hatte die Bäckerei und das Restaurant mit seiner Frau Helen 30 Jahre lang geleitet. Die Eltern hätten vorgelebt, dass das Dasein im Familienbetrieb ein lebenswertes sei, sagt Bäckermeister Fabian. «Sie haben uns die Freude an den Berufen im Gastrobereich mitgegeben.» Als Beda und Helen den Betrieb 1989 übernahmen, waren fünf Leute beschäftigt. Heute hat das Unternehmen über 60 Mitarbeiter.

 

 

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